Mit der „Quantum Materials – Rice and Max Planck Partnership“ stärken sie die weltweite Führungsrolle im Bereich Quantenmaterialien und -technologie
Schaffen Raum für Zusammenarbeit: Claudia Felser, Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft, und Reginald DesRoches, Präsident der Rice University, unterzeichnen den Kooperationsvertrag am 19. Juni in Paris.
© Rice University/Brandi Smith

Auf den Punkt gebracht:
- Die Partnerschaft bringt führende Forschende zusammen, um Grundlagenforschung zu fördern und Entdeckungen für Computer, Sensoren und Energietechnologien zu beschleunigen.
- Obwohl theoretische Modelle viele Quantenmaterialien vorhersagen, bleibt die praktische Identifikation geeigneter Materialien eine große Herausforderung.
- Die Partner betonen die Bedeutung der Förderung junger Forschender durch eine Kombination aus langfristiger Exzellenz und dynamischer Hochschulkultur.
Die Rice University und die Max-Planck-Gesellschaft haben am 19. Juni offiziell die Partnerschaft „Quantum Materials – Rice and Max Planck Partnership“ (Q-RaMP) ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, die Identifizierung und Entwicklung von Quantenmaterialien zu fördern, die bahnbrechende Fortschritte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz sowie Quanten- und klassische Informationsverarbeitung ermöglichen sollen.
„Bahnbrechende Technologien beginnen mit bahnbrechenden Entdeckungen, und diese Entdeckungen werden durch mutige Partnerschaften ermöglicht“, sagte der Präsident der Rice University, Reginald DesRoches. „Die Rice-Max-Planck-Partnerschaft für Quantenmaterialien bringt Weltklasse-Forscher zusammen, um die Grundlagenforschung auf dem Weg zur nächsten Generation von Computer-, Sensor- und Energietechnologien voranzutreiben. Durch die Bündelung unserer sich ergänzenden Stärken und unseres starken Engagements für Innovation bauen wir eine internationale Zusammenarbeit auf, die Entdeckungen beschleunigen und eine nachhaltige globale Wirkung erzielen wird.“
Zwar gibt es zahlreiche theoretische Arbeiten, die nützliche Quantenmaterialien vorhersagen, doch die Identifizierung tatsächlich geeigneter Materialien und das Verständnis ihrer physikalischen Eigenschaften stellen nach wie vor eine große, ungelöste Herausforderung dar.
Deutsch-amerikanische Forschungsexzellenz
Zwei chiral unterschiedliche Kristalle von PtGa. In der spiegelnden Oberfläche erkennt man den blauen Handschuh des Probenherstellers sowie einen Teil der Laborumgebung.
© MPI CPfS / Chandra Shekhar

„Quantenmaterialien treiben die nächste Generation bahnbrechender Fortschritte in vielen Bereichen voran, von Energie und Nachhaltigkeit bis hin zu Informationstechnologien, doch die Entdeckung der richtigen Materialien mit den richtigen Eigenschaften gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen“, sagte Emilia Morosan, Trustee-Professorin für Physik und Astronomie an der Rice University, Direktorin des Rice Center for Quantum Materials und Gründungsdirektorin von Q RaMP. „Indem wir einen Raum für die Zusammenarbeit zwischen der Rice University und der Max-Planck-Gesellschaft schaffen, können wir führende Experten auf diesem Gebiet zusammenbringen, um diese Herausforderung anzugehen.“
Um diese Zusammenarbeit zu ermöglichen, werden beide Partner Workshops veranstalten, gemeinsame Lehrkräfte einstellen, Austauschprogramme für Doktoranden ins Leben rufen und Arbeitsgruppen bilden. Diese Bemühungen werden durch regelmäßige Besuche zwischen der Rice University und den Max-Planck-Instituten unterstützt.
„Die größte Investition, die wir tätigen können, ist die in junge Wissenschaftler“, sagte Claudia Felser, Direktorin am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe und Vizepräsidentin der Max-Planck-Gesellschaft. „Diese Partnerschaft vereint die Stärken zweier herausragender Forschungssysteme: das langfristige Bekenntnis zu von Neugier angetriebener Exzellenz, welches die Max-Planck-Gesellschaft auszeichnet, und die dynamische Tenure-Track-Kultur führender US-amerikanischer Universitäten. Indem wir voneinander lernen und weltweit führende Institutionen zusammenbringen, schaffen wir ein einzigartiges Umfeld, in dem die nächste Generation von Forschern einige der grundlegendsten Herausforderungen im Bereich der Quantenmaterialien und darüber hinaus angehen kann.“
„Talentierte Köpfe gehören zu den wenigen Dingen auf der Welt, die wachsen, wenn man sie teilt“, sagte Philip Moll, Geschäftsführer des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie. „Diese Partnerschaft zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und der Rice University basiert genau auf dieser Überzeugung – dass internationale Zusammenarbeit und Austausch der Weg sind, auf dem wir die nächste Generation von Wissenschaftlern heranbilden.“
Die Arbeiten werden vom Rice Center for Quantum Mechanics und mehreren Max-Planck-Instituten durchgeführt, darunter das Institut für Struktur und Dynamik der Materie, das Institut für Festkörperforschung, das Institut für Mikrostrukturphysik, das Institut für Chemische Physik fester Stoffe und das Institut für Physik komplexer Systeme.

